„In einer Welt, die überflutet wird von belanglosen Informationen, ist Klarheit Macht.“ 

- Yuval Noah Harari

Skeptisches Paradox

Der naive Skeptizismus verneint, dass unsere Überzeugungen einen besonderen epistemischen Status innehaben oder innehaben können.

Er lässt sich in drei Varianten vertreten:

Wissensskeptizismus: unsere Überzeugungen sind kein Wissen.

Rechtfertigungsskeptizismus: unsere Ü. sind nicht gerechtfertigt.

Wahrheitsskeptizismus: unsere Überzeugungen sind nicht wahr.

Problem

• Wenn unsere Überzeugungen kein Wissen sind, dann stellt die Überzeugung, dass unsere Überzeugungen kein Wissen sind, kein Wissen dar.

 Wenn unsere Überzeugungen nicht gerechtfertigt sind, dann ist die Überzeugung, dass unsere Überzeugungen nicht gerechtfertigt sind, ungerechtfertigt.

 Wenn unsere Überzeugungen nicht wahr sind, dann ist auch unsere Überzeugung, dass unsere Überzeugungen nicht wahr sind, unwahr.

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
- Sokrates

Der raffinierte Skeptizismus behauptet deshalb nichts, er bezweifelt nur:

Der Wissenskeptizismus bezweifelt, dass wir Wissen haben oder haben können.

Der Rechtfertigungsskeptizismus verneint, dass wir in Überzeugungen gerechtfertigt sind oder sein können.

Der Wahrheitsskeptizismus verneint, dass unsere Überzeugungen wahr sind oder sein können.

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